Brief eines Hundes ........

 

Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt.

Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich !

Noch ein Spaziergang vor dem Urlaub - hurra !

Wir fuhren mit dem Wagen und Du hast am Straßenrand gehalten, die Tür ging auf, und Du hast einen Stock geworfen, ich lief und lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte.

Aber als ich zurück kam, warst Du nicht mehr da !

In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um Dich zu finden ......aber leider vergebens.

Ich wurde schwächer von Tag zu Tag.

Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit.

Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete auf Deine Rückkehr, aber Du bist nicht gekommen. Dann wurde der Käfig geöffnet.

Nein.......Du warst es nicht - es war der Mann der mich gefunden hatte.

Er brachte mich in einen Raum.......es roch nach Tod. Meine Stunde war gekommen.

Geliebtes Herrchen, ich weiß, dass Du weißt, dass ich mich trotz des Leidens,

das Du mir angetan hast, noch stets an Dein Bild erinnere,

und falls ich noch einmal auf die Erde zurück - kommen könnte -

ich würde auf  dich zulaufen, denn...........

 

                                .........ich habe Dich geliebt.....!!!

 

Wie konntest Du..?

..allmählich verbrachtest Du mehr Zeit in der Arbeit als zu Hause mit mir,um Karriere zu machen.Auch verbrachtest Du nun sehr viel Zeit damit,um einen "menschlichen Partner"zu finden.Ich wartete immer geduldig auf Dich, tröstete Dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und freute mich eben so mit Dir wenn Du Erfolg hattest bei einer Frau.

Sie ist jetzt deine Ehefrau,ist "kein"Hundeliebhaber",aber trotzdem begrüßte ich sie in unserem Heim,respektierte sie und zeigte ihr,das ich sie mag.

Ich war glücklich,weil Du glücklich warst!!

Dann kam die Zeit, als ihr Kinder bekamt.Ich teilte die Aufregung mit dir.Ich war von dem Geruch und dem Ganzen total fasziniert,so das ich auch sie bemuttern wollte.

Aber Du und Deine Frau dachten nur daran das ich dem Baby schaden würde und es verletzen könnte.

Aus diesem Grund musste ich die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen..es war kalt und mir fehlte Wärme..die ich vorher so sehr liebte...

Oh.. wie ich sie gern abgesabbert hätte (sie wollten es ja immer..)aber es war jemand meiner vertreten.

Ich war ein "Gefangener der Liebe"

Während das Baby anfing zu wachsen wurde ich ihr Freund.Es zog an meinem Fell,griff auf wackligen Beinen nach mir,stiess seine Finger in meine Augen,forschte an meinem Ohr und gab mir .."zärtliche" Küsse auf die Schnauze.

Ich liebte alles an ihm;besonders ihre Berührungen..,weil DEINE so selten wurden.

Ich war so weit,dass ich dein Kind notfalls mit dem Leben verteidigt hätte..

Ich war so weit,in sein Bett zu schleichen,um die Sorgen und geheimsten Träume anzuhören.

Zusammen mit ihm das Motorengeräusch Deines Autos zu erwarten,während Du in die Einfahrt fährst.

Vor langer Zeit,als man dich fragte,ob du ein Haustier hättest,zogst du aus deiner Brieftasche ein Foto von mir und erzähltest mit vollem Stolz über mich....

Die letzten Jahre antwortetest du nur noch mit "Ja"und hast das Thema gewechselt.

Ich war früher "Dein Hund" und bin heute "nur "ein Hund!!

Du hattest eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt und ihr zogt in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren.

Du hattest für dich und deine Familie eine richtige Entscheidung zu finden,obwohl es einmal eine Zeit gab,in der "ich" Deine Familie war.

Mann oh Mann hatte die Autofahrt Spass gemacht, bis ich bemerkte, wo wir angekommen waren. Es roch nach Hunden und Katzen, nach FURCHT und HOFFNUNGSLOSIGKEIT.

Du fülltest Papiere aus und sagtest: das du wissen würdest das man ein gutes Heim für mich finden würde.

Die beiden Damen zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen geschmerzten Blick.

Sie verstanden die Wirklichkeit die ein Hund mittleren Alters gegenüberstand,ja sogar ein Hund mit"Papieren".

Du hattest die Finger deines Sohnes von meinem Halsband lösen müssen,während er weinend schrie:"Nein Papa,bitte nimm mir meinen Hund nicht weg!"

Ich wunderte mich in diesem Moment nur,wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität,über Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest.

Zum Abschied gabst du mir einen Klaps auf den Kopf,vermiedest aber dabei,mir in die Augen zu schauen und lehntest höflichst ab mein Halsband und meine Leine mitzunehmen.

Du hattest einen Termin einzuhalten, nun habe ich einen....!!!

Kurz,nachdem du gegangen warst,sagten die zwei netten Damen,dass du vermutlich Monate voraus von dem Umzug wusstest und was Sache sei und somit auch eine Möglickeit da gewesen wäre einen "guten Platz für mich zu finden.

Sie schüttelten die Köpfe und fragten sich "Wie konntest Du"?????

Die beiden netten Damen widmeten mir und den anderen ihre ganze Aufmeksamkeit,wann immer es die Zeit zuließ.Wir wurden täglich aureichend gefüttert aber ich verlor meinen Apetitt bereits vor Tagen..Anfangs,wann immer jemand an meinem "Gehege" vorbeiging,hetzte ich zur Frontseite und hoffte,das DU ES BIST;das du deine Meinung geändert hättest und das alles nur ein böser Traum war;oder ich hoffte zumindest das es jemand sein würde,der mich mögen könnte,und mich von hier raus holen würde.

Weltvergessen in meinem Schicksal zog ich mich in eine weiche Ecke zurück und wartete ab.

Eines Tages es war ein Nachmittag,..hörte ich Schritte....Man holte mich ab,ich ging über einen langen Korridor,bis ich am Ende dessen einen Raum betrat.Es war ein heller ruhiger seeliger Raum.

Die Frau platzierte mich auf einem Tisch kraulte mir die Ohren und erklärte mir,dass ich mich nicht zu sorgen hätte.

Mein Herz schlug in voller Erwartung auf das was da kommen sollte....

..mein Herrchen wollte mir wohl nur was erklären..und war doch gekommen...

gleichzeitig hatte ich ein Gefühl der Entlastung. Mir ,dem Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus.

Gemäss meiner Natur war ich mehr um die Frau besorgt, als um mich selbst.

Ich erkannte,dass sie eine Belastung trägt,die nicht so leicht war...

Sie plazierte leicht einen Aderlass um mein Vorderbein, während eine Träne ihre Wange hinunter kullerte.

ich leckte ihre Hand in der gleichen Art und Weise,wie ich es bereits Jahre vorher bei dir getan hatte,um dich zu trösten...

Sie schob sachverständig die hypodermatische Nadel in meine Vene.

Nachdem ich den Einstich und den Eintritt der kühlen Flüssigkeit in meinem Körper verspürte, lehnte ich mich schläfrig zurück, schaute dabei in ihre freundlichen Augen und murmelte "Wie konntest du nur"??

Möglicherweise hat sie mich verstanden...denn sie sagte :"Es tut mir leid!"Sie umarmte mich und sagte das es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen,wo ich nicht ignoriert,missbraucht oder verlassen werden würde.

Einem Platz,an dem ich mich nicht verstecken müsse,einem Platz der Liebe und des lichtes, der also anders sei als der, auf Erden.

Mit meinem letzten Bissen von Energie wedelte ich mit meinem Schwanz und versuchte ihr so zu sagen,dass mein "Wie konntest Du?" nicht gegen sie gerichtet war.

Ich dachte an dich mein" geliebtes Herrchen"

Ich werde immer an dich denken und auf dich warten!!

Möge jeder dem du begegnest diese Loyalität zeigen....

"NUR" ein Hund!!!

Autor Jim Willlis

Einige Worte des Autors:

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wenn "Wie konntest Du nur"Tränen in ihre Augen trieb dann ging es ihnen genau so wie mir als ich dies schrieb.

Jedermann ist es erlaubt,diese Geschichte weiterzugeben,solange es nicht einem kommerziellen Zweck dient.

Erklären sie der Öffentlichkeit,das die Entscheidung,ein Haustier in eine Familie aufzunehmen,eine wichtige für das Leben ist und das Tiere unseren Respekt und alle liebe dieser Welt verdienen.

Nach oben